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last update
08.09.1997
 
 
    Folgender Text von mir wurde als Artikel zuerst in den Esoterik-Führern des Connection-Medien-Verlags GmbH, Niedertaufkirchen, hg. von David Luczyn, im Jahr 1993 veröffentlicht.

    Einführung in die

    A s t r o l o g i e

    I n h a l t 
     

    A) Einführung in das astrologische Weltbild 

    B) Das Kosmogramm oder das Horoskop 

    1. Der Kreis der astrologischen Häuser oder Felder 
    2. Der Kreis der Tierkreiszeichen oder der Zodiak 
    3. Die Planeten 
    4. Die Aspekte 
    5. Der innere Wesenskern 
    6. Das Schauspiel des Lebens 
    C) Astrologische Ausbildung und Schulen 

    Der Autor
     

     

    A) Einführung in das astrologische Weltbild 

    Astrologie ist den meisten Menschen als eine Lehre zur Bestimmung von menschlichen Charaktereigenschaften und als eine Möglichkeit bekannt, mittels der Sterne die Zukunft vorhersagen. Es gab sie zu allen Zeiten und in allen Hochkulturen dieser Erde. Für viele haben die Sterne einen direkten Einfluß auf das Verhalten der Menschen, und die Konstellationen am Himmel eröffnen dem sach-kundigen Astrologen Einblick in das Leben und Schicksal des Rat suchenden Mitmenschen. Die Sterndeutungskunst sieht in den Bewegungen der Sterne eine Ordnung (griech.: Kosmos), die für den Menschen auf der Erde von Bedeutung sein soll. 

    Für den modernen Menschen, der mit seinem rationalen Verstand die Dinge auf ihre Ursache und Wirkung hin untersucht, mag das Ansinnen der Astrologie, Ordnung ins Leben des Menschen zu bringen, unlogisch und widersinnig erscheinen. Für den esoterisch orientierten und ernsthaft Suchenden von heute, der bereit ist, diese Mauer der Vorurteile zu durchbrechen, stellt sich schon sehr schnell heraus, daß er mit der Astrologie auf ein geistiges System gestossen ist, das ihm sowohl Erkenntnis-instrument für die verschiedenen Zusammenhänge sein kann als auch ein Weg der Selbsterkenntnis und -verwirklichung, durch den er sich und seine Welt besser in Ordnung bringen kann. 

    Kosmos = Ordnung! Dieses ist allein auf kausal-logischem Weg von Ursache und Wirkung nicht einsehbar, da sich die Zusammenhänge von planetarer Ordnung und innerem Kosmos mit den heute vorherrschenden, naturwissenschaftlichen Methoden kaum empirsch nachweisen lassen. Es ist ein anderes Denken, das Denken in Analogien, in vergleichenden Bildern, nach welchem das System der Astrologie funktioniert. 

    Ein alltägliches Bild für eine Analogie ist die Uhr. Sie zeigt gemäß der Erdumdrehung für den jeweiligen Ort (bzw. Zeitzone) die Tages- und Nachtzeit an. Bestünde nun ein Verhaltnis von Ursache und Wirkung zwischen Uhr und Tageszeit, so könnten wir an unseren Uhren drehen, und es würde willkürlich hell und dunkel werden, bzw. falls die Erde sich schneller drehen würde, gingen unsere Uhren auch schneller. Beides ist nicht der Fall: Zwischen der Tageszeit und unserer Uhr besteht kein kausales Verhaltnis. 

    Damit sind wir aber beim zentralen Thema der Astrologie, der Zeit. Physikalisch ist die Zeit definiert als Bewegung im Raum, und die modernste Astrophysik bestätigt anhand ihrer Untersuchungen des Lichtes, daß diese Grundform der Energie die Basis allen Lebens ist. Alles Leben ist Bewegung, von den subatomaren Teilchen bis zu den galaktischen Sternensystemen, und alles hat seine Zeit, bzw. ist als zeitliche Form erkennbar. 

    So ist es nicht verwunderlich, daß sich Elemente der Astrologie in allem Religionen der Erde finden, da diese ja versuchen, Antwort auf die Grundfragen des Lebens, dem Woher und Wohin und Wozu, zu geben. Ja, die frühen Religionen waren fast ausschließlich Astralkulte (Sonne-/Mond-/Planeten-bezogen). Der frühe Mensch war sowohl als Jäger und Sammler, aber noch mehr als Hirte und Bauer eng verknüpft mit dem Geschehen am Himmel. Diese Ordnung sah er als eine göttliche an. Die Astrologie war ihm die Kalenderwissenschaft für die Zeiten von Aussaat und Ernte, von Kriegs-führung und Götterhuldigung. Der antike Mensch war eingebunden in eine theokratische Welt-ordnung, in der er als Individuum zwar keine Bedeutung hatte, aber die Welt so in Ordnung war. Der moderne Mensch hat heute ein ausgeprägtes Individualbewußtsein, ist aber einer sinnstiftenden, ganzheitlichen Weltordnung verlustig gegangen. Es liegt heute an ihm selber, in sich seine Wurzeln und seine Ordnung zu erkennen. Und hier ist es erstaunlich, in welchem Maße die alte Astrologie mit ihrem Denken in Analogien und Symbolen dem modernen Menschen helfen kann, seelische Standortbestimmung und Selbsterkenntnis zu erlangen. 

    Nach dem Analogieprinzip, "Wie oben, so unten" werden die Bewegungen der Lichter am Himmel in Bezug gesetzt zu den Bewegungen hier auf der Erde. Es sind hier allerdings nicht die physika-lischen Bewegungen von Interesse, sondern das, was den Menschen innerlich bewegt - es sind die "inneren Sterne" (Kant), die zu den äußeren in Beziehung gebracht werden. Astrologie untersucht und unterscheidet die inneren Antriebsenergien (d. h. Motivationen) und Potentiale der Menschen und Ereignisse als Manifestationsformen der Zeit. 

    Nach modernen psychologischen Erkenntnissen läßt sich das System der Astrologie als Projektion beschreiben. In einer Projektion (wie beim Diapositiv-Projektor) wird ein inneres Bild mittels Licht nach außen auf eine Projektionsfläche übertragen. Die Astrologie ist als eine kollektive Projektion der Menschheit anzusehen, deren Bilder im Laufe der Geschichte durch Eingeweihte erkannt, durch Beobachtungen bestätigt und überliefert worden sind. Die Astrologie ist daher als die älteste Psychologie der Menschheit zu sehen. Sie stellt einen Zugang (neben anderen) dar, wie der Mensch zu der Erkenntnis kommen kann, was es heißt, im ganzheitlichen Sinne Mensch zu sein. Sie gibt Einblick in den seelisch-geistigen Bauplan des Menschen, quasi in seine "Software". 

    B.) Das Kosmogramm oder Horoskop 

    Das Wort Horoskop kommt aus dem Griechischen. "Hora" bedeutet Stunde, und "scopein" schauen, die wörtliche Übersetzung lautet also "in die Stunde schauen". Ein Horoskop, oder auch Kosmogramm genannt, wird erstellt aufgrund der Daten eines Ereignisses, z. B. der Geburt eines Menschen. Als Daten benötigt man das Datum, die Uhrzeit und den Ort, um ein Horoskop errechnen zu können. Mittels des Datums hat man das Jahr und die Jahreszeit einer Konstellation im Sonnensystem, die Zeit und den Ort benötigt der Astrologe als Zeit- und Raumkordinaten hier auf der Erde, da die Himmelskonstellation um 13 Uhr MEZ (mitteleuropäischer Zeit) in Deutschland eine andere ist als gleichzeitig in Tokio, Japan (dort ist es bereits 22 Uhr), oder in San Francisco, USA (dort ist es erst 4 Uhr). 

    Früher, vor allem in der Antike, war die Erstellung eines Horoskopes eine enorm aufwendige Angelegenheit. Nicht umsonst wurde die Astrologie als die "Mutter der Wissenschaften" bezeichnet, da zur Horoskoperstellung die Astronomie und die Mathematik als Hilfswissenschaften entwickelt werden mußten. Die Astrologie war das Wissen der Priesterschaft, und Horoskope wurden nur für den Herrscher erstellt, da sein Schicksal gleich gesetzt wurde mit dem des Reiches. 

    Von der Zeitenwende bis zum 20. Jahrhundert wurden Tabellenwerke der Gestirnskonstellatio-nen, die "Ephemeriden", verwendet, die die Positionen der Planeten für jeden Tag angaben. Diese waren bis zum Beginn der Moderne und den Berechnungen von J. Kepler sehr ungenau. Heute erstellen moderne Computer in Sekunden astronomisch (geozentrisch) ganz präzise Horoskope, so daß es für jeden möglich ist, sich sein eigenes erstellen zu lassen. 

    Der Aufbau und die Art der Darstellung eines Horoskopes in der modernen, psychologisch orientierten Astrologie spiegelt das Modell des Menschen. Die Darstellung als Kreis symbolisiert die Ganzheit, die der Mensch ist. Mit seinem Zentrum und den vier Ecken oder Kardinalpunkten ist das Horoskop ein Mandala, wie u.a. aus der tibetischen Überlieferung als Ordungsbild der Seele bekannt ist. 

    Horoskop-Zeichnung-Beispiel 

    Das Horoskop besteht aus fünf Ebenen, die von außen nach innen wie folgt gelesen werden:

    1. Der Kreis der astrologischen Häuser oder Felder

    Das Häusersystem umfaßt zwölf sogenannte Häuser oder Felder und es symbolisiert die soziale Umwelt des Menschen, ihre Prägungen, Forderungen und Möglichkeiten. Die Umwelt des Menschen ist so in zwölf Bereiche eingeteilt, die in polarer Ergänzung sechs grundlegende Themen bilden. In drei Bereichen fordert die Umwelt einen aktiven Selbstausdruck des Menschen: in Begegnungen, bei der Gestaltung von Beziehungen und in der Art des Denkens. In den drei anderen Bereichen erfährt der Mensch sich passiv: in den eigenen und fremden Besitzverhältnissen (geistig und materiell), in seiner Haltung als eigenständige Persönlichkeit, wie sie gepragt wird durch Herkunft und Individualitätsanspruch, sowie in seiner Verwirklichung in der meteriellen und seelischen Existenz. Im Häusersystem liegt auch der Ascendent (lat.: ascendere = aufsteigen), er ist der Beginn des 1. Hauses und zeigt das Zeichen an, das zum Geburtsmoment gerade am Osthorizont aufsteigt. Diesem aufsteigenden Tierkreiszeichen entspricht vor allem die persönliche Selbstwahrnehmung und die körperliche Disposition des Betreffenden. Die Schicht des Häusersystems entspricht dem Tagbewußtsein des Menschen. 

    2. Der Kreis der Tierkreiszeichen oder der Zodiak 

    Er beinhaltet die bekannten 12 Tierkreiszeichen (TKZ), die astronomisch als Abschitte der Erdum-laufbahn zu sehen und nicht zu verwechseln sind mit den 12 Sternbildern gleichen Namens, die reale Sternkonstellationen sind. 

    Fast jeder kennt heute sein Zodiak-Zeichen (Zodiakus = Kreis des Lebens, Tierkreis), d.h. das Zeichen, in dem die Sonne sich zum Zeitpunkt seiner Geburt befand: Widder, Stier, Zwillinge, Krebs, Löwe, Jungfrau, Waage, Skorpion, Schütze, Steinbock, Wassermann, Fische. Der, in der Regel farbig gezeichnete, Tierkreis symbolisiert die energetische Veranlagung und Ausstattung und entspricht der Erbanlage des Menschen im Unterschied zu seiner Umweltprägung (Häusersystem). Die Farbgebung der TKZ ist nach Temperamenten differenziert und psychologisch fundiert: rot (Energie, Antrieb) für die Feuerzeichen Widder, Löwe, Schütz, grün (Substanz, Materie) für die Erdzeichen Stier, Jungfrau, Steinbock, gelb (Information, Kommunikation) für die Luftzeichen Zwillinge, Waage, Wassermann, blau (Gefühl) für die Wasserzeichen Krebs, Skorpion, Fische. Entsprechend der Stellung der Planeten in den unterschiedlichen Tierkreiszeichen ist seine Grundmotivation und sein Temperament gepragt. So kann ein Mensch etwa trotz einer Sonnenstellung im ("Sternzeichen") Widder aufgrund einer Ballung z.B. im Fischezeichen zu einem mehr fischehaften Persönlichkeitsprofil tendieren. 

    3. Die Planeten

    Früher wurden sie als sich bewegende Lichter, als "Wandelsterne" vor dem Hintergrund der stets gleich positionierten "Fixsterne" gesehen. Als "große Lichter" wurden Sonne und Mond erkannt, die fünf "kleinen Lichter" waren Merkur, Venus, Mars, Jupiter und Saturn. In der Neuzeit sind die Planeten Uranus, Neptun und Pluto hinzugekommen, die mittels der modernen Instrumente der Astronomie entdeckt wurden. 

    In einer Analogie werden die Planeten als die Organe der Seele gesehen. So wie der menschliche Körper einzelne Organe hat (Sinnesorgane, Herz, Leber, Nieren, Nerven-, Blut-, Muskelsystem, Skelett), die sich in Aufbau und Funktion deutlich voneinander unterscheiden, jedoch als Ganzes zusammen leben und funktionieren, so hat nach astrologischer Sicht auch die Seele unterschiedliche Organe oder Grundfunktionen. Diese Grundfunktionen erscheinen in verschiedenen Zusammenhängen und müßen in jedem Zusammenhang neu definiert werden. Die Planeten oder Grundfunktionen der Seele sind die eigentlichen Wirkungskräfte im Horoskop, die sich untereinander wechselseitig beeinflussen, und steuern durch die unterschiedliche Winkelverhältnisse (Aspekte) zueinander und durch ihre Stellung in den Tierkreiszeichen ihre energetische bzw. genetische Färbung oder Ausstattung erhalten. Durch ihre Positionierung in den TKZ erhält ein Mensch seine temeramentsmäßige Gewichtung, durch ihre Positionen im Häusersystem werden die Wirkungsmöglichkeiten der jeweiligen Kräfte in der Umwelt angezeigt. 

    4. Die Aspekte

    Die Linien zwischen den Planeten verdeutlichen das Winkelverhältnis, unter denen die Planeten miteinander in ihren Kräftewirkungen in Beziehung stehen. Die charakterbildenden und - anzeigenden Winkel sind Winkel von 30 Grad und einem Vielfachen davon. Diese Winkel, Aspekte genannt (lat.: aspicere = anschauen), können bei ihren Linienver-bindungen Figuren ergeben, Dreiecke, Vierecke und Strichkombinationen. Das gesamte Gefüge der Aspekte wird einheitlich als innere Struktur gesehen, die in ihrer Lagerung, Form und Farbigkeit eine eigene Aussagekraft hat. Die Aspektfigur kann als innerer Bauplan oder "Schaltkreis" des Bewußtseins und der psychischen Energien gesehen werden. 

    5. Der innere Wesenskern 

    Er wird als leerer Kreis mit einem Punkt in der Mitte gezeichnet. Damit hat er das gleiche symbolische Aussehen wie die Sonne, die ja eine persönliche Konkretion des überpersönlichen Wesenskern darstellt. Über diesen transpersonalen Wesenskern kann nichts Konkretes ausgesagt werden, da er den Quell des Lebens und aller Energien darstellt. Je nach Weltanschauung wird er auch "göttlicher Funke" oder die Entelechie (Zielbestimmung) des Menschen oder der "innere Meister" genannt. 

    Das Schauspiel des Lebens 

    In einer Analogie kann das Horoskop wie ein Schauspiel des Lebens gesehen werden: Der "innere Meister", der Kreis in der Mitte, hat sich ein Stück ausgedacht (Motto nach Goethe:"Gestaltung, Umgestaltung, des ewigen Sinnes ewige Unterhaltung"), das durch die Geburt in Erscheinung tritt. Dieser "göttliche Regiesseur" hat ein Drehbuch mit Rollen und Gestalten geschrieben, für die die Handlungsanweisungen im Aspektbild niedergelegt sind. "Der König", die Sonne; "die Prinzessin", die Venus; "der Soldat", der Mars usw. werden durch die Aspekte in ihren Beziehungen zueinander festgelegt, sie erhalten durch die Tierkreiszeichen ihre Ausstattungen, ihre Kostüme, und durch ihre Stellungen im Häusersystem ihren Platz in der Welt, ihre Bühne zugewiesen. 

    In dem Maße nun, in dem ein Mensch lernt, sich selbst zu erkennen und zu verstehen, "welches Stück" er im Leben spielt, in dem Maße kann es ihm gelingen, Glück, Liebe, Erfolg, Reichtum und Gesundheit zu erlangen - wenn er dann noch solche Ziele hat. In diesem sinnvollen Blickwinkel allein gewinnen Prognosen der Zukunft eine Bedeutung und können erstellt werden. Dann können bevorstehende Lebensthemen (und keine Ereignisse!) zeitlich und inhaltlich in den persönlichen Sinnzusammenhang gebracht werden, und es kann durch die Zeitanalyse eine bessere Vorbereitung und Lebensbewältigung erzielt werden. 

    In einer persönlichen Beratung und Analyse des individuell errechneten und gezeichneten Horoskopes werden die vorherrschenden Antriebskräfte, Motivationen (warum mache ich was?) und die dominanten Verhaltensweisen (wie mache ich was?), die angelegten Potentiale, Blockaden und Konflikte (was sind meine Themen?) analysiert und bewußt gemacht. Es wird gefragt nach der Art der persönlichen Wahrnehmung, Intelligenz und Kreativitat, der Durchsetzungs-, Kommunikations- und Kontaktfähigkeit, sowie nach den Rollen- und Leitbildprägungen, wie sie durch das Erziehungsmilieu (Eltern) gesetzt wurden (Umweltpragungen). Ferner können Krankheitsdispositionen erkannt bzw. im Krankheitsfalle die verborgenen Fehlhaltungen aufgezeigt werden, die zur Erkrankung führten. So besitzt eine Horoskopanalyse durchaus krankheitsvorbeugenden Charakter, sofern sie eine Übereinstimmung mit oder eine Abweichung von dem ursprünglichen Lebensthema aufzeigt. Weiterhin kann eine Aufdeckung zurückliegender Ereignisse und ihre neue Einbindung in den persönlichen Sinnzusammenhang erzielt werden. 

    So kann die moderne, psychologisch orientierte Astrologie eine echte Lebenshilfe sein, da sie eine schnelle und zuverlässige Diagnose der Persönlichkeit und der Lebenssituation erlaubt. 

    C. Astrologische Ausbildung und Schulen

    Der berufliche Titel des Astrologen ist leider bisher noch kein geschützter. Jeder, der vielleicht drei bis vier Bücher gelesen und evtl. ein Seminar besucht hat, kann sich daher ohne den Nachweis einer Qualifikation "Astrologe" nennen. 

    Es haben sich aber bereits mehrere Berufsverbände gebildet, die teilweise untereinander konkurrieren und im Methodenstreit miteinander liegen. Allen gemeinsam ist jedoch das Bestreben, durch eine Vorgabe eines gewissen Standarts das Ausbildungniveau von Astrologen zu heben. Als die wichtigsten (mir bekannten) deutschsprachigen Verbände sind der DAV (Deutscher Astrologen Verband), der SAB (Schweizer Astrologen Bund) und API-International zu nennen. Deren und ihnen angeschlossener Schulen Anliegen ist es, einen Rahmen bzw. eine Prüfungsordnung zu schaffen, die eine solide Qualifikation des Astrologen sicherstellt. Hierzu werden auch Zertifikate ausgestellt, jedoch nur bei wenigen Schulen. Gleichfalls wurde bereits ein Verhaltenskodex und ein Astrologeneid formuliert, der u.a. für den Klienten absolute Vertraulichkeit garantiert. 

    In der Astrologie lassen sich generell zwei große Strömungen unterscheiden. Die eine legt das Schwergewicht vor allem auf viele und genaue Berechnungen und leitet von da ein entsprechendes Regelwerk ab, die andre betont einen mehr oder weniger starken psychologischen Ansatz der Horoskopinterpretation. Dabei sucht sie die Ganzheit des Menschen zu erfaßen und die unterschiedlichen Krafte und Einwirkungen als zum Menschen und zu seiner Entwicklung zugehörende Teile zu erkennen. Eine ausführliche Darstellung der astrologischen Methoden und Schulen sind in dem Buch von G.I.Hürlimann, Astrologie, zu finden. 

    Im folgenden möchte ich kurz zu den Schulen Stellung nehmen, die mir bekannt sind. Die Ebertin-Schule nach R. und B. Ebertin in Aalen, die sog. Hamburger Schule nach Witte und Rudolph in Hamburg, und die Kosmobiosophische Schule nach Wangemann in Wuppertal, gehören meines Erachtens zu der stärker rechnerisch orientierten Richtung mit entsprechend determinierenden Regelwerken. 

    Eine "Mittelstellung" nimmt die sog. Münchner Rhythmenlehre nach W. Döbereiner ein, sowie dessen illegitimen "Ableger", die stärker psychologisch-esoterisch orientiert sind: die Thorwald Detlefsen-Schule, die Hermann Meyer-Schule, sowie Autoren wie Peter Orban, Frankfurt/M., und Akron R. Frey, Konstanz. 

    Stark psychologisch orientiert sind vor allem die vier schweizer Schulen, die auch alle eine große Ausstrahlung nach Deutschland haben: Das API (Astrologisch Psychologische Institut) von Bruno und Luise Huber, in Adliswil bei Zürich, sowie die Schul-Organisationen der beiden großen Berechnugnsdienste Astrodata AG von Jean-Claude Weiss und der Astrodienst Zürich von Alois Treindl, beide aus Zürich, und das Schweizer Astroforum von H. Dohmen. Sehen Sie bitte auch meine Web-Seite Links zu astrologischen Web-Seiten 

    Neben diesen Veranstaltern von astrologischen Ausbildungen, die zum Teil auch eigene Literatur herausgegeben haben, sind meines Erachtens unbedingt noch einige Buchautoren zu nennen, deren Kenntnis ich für unerläßlich (im astro-psychologischen Sinne) halte: Stephan Arroyo, Liz Green, Howard Sasportas, Dane Rhudyar, Alfred Fankhauser und Thomas Ring. 

    Aktuelle Informationen und qualifizierte Fachartikel bieten die zwei bis drei anerkannten deutschsprachigen Fachzeitschriften: Der Meridian, aus dem Verlag Hermann Bauer KG, Freiburg und Astrologie Heute aus dem Astrodata Verlag, Zürich, sowie dem "Astrolog", dem Fachblatt der Huber-Schule (API), Adliswil bei Zürich, neben den Publikumszeitschriften wie "Venus" aus München, und andere, die an ein breites, nicht fachkundiges Publikum gerichtet sind. 

    Des weiteren gibt es inzwischen hervorragende astrologische Software (Hinweise bei: T. J. Klamm / Avalon Hamburg), die sowohl den meisten Anforderungen der verschiedenen Schulen entsprechen, und sich durch i.d.R. genaueste Berechnungen und ansprechende grafische Ausdrucke auszeichnen. Informationen hierzu gibt es im Fachbuchhandel sowie in den o.g. Zeitschriften. 

    Der Autor 

    Der Autor hat 1975 die Astrologie bei Bruno und Luise Huber vom API aus Adliswil kennengelernt und sie in vielen Kursen systematisch erlernt. Heute arbeitet er nebenberuflich als beratender und lehrender Astrologe in Frankfurt am Main. Sein Sonnenzeichen ist Fische, Jahrgang 1952. Es ist ihm ein Anliegen, qualifizierte Informationen über die Astrologie zu vermitteln, um Unkenntnis und Vorurteile zu minimieren. 
     

     

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